„Spuren lesen im Bienenvolk“
Zum Thema Sprache und Bienen fällt dem modernen Imker nur Rund- und Schwänzeltanz ein und nicht die Verhaltensweisen, die ein Bienenvolk bei seiner täglichen Arbeit zeigt.
In Zeiten der Korbimkerei, als die Waben noch nicht beweglich waren, beschränkte sich das Untersuchen eines Bienenvolkes auf das Beobachten am Flugloch und der Untersuchung des Gemülls, das unter dem Volk zu finden war. Eine Inspektion des Brutnestes war nur auf die schmalen Wabenunterkanten beschränkt, die beim Umstülpen des Korbes sichtbar waren. Verblüffend genau war die Diagnose des Imkers über den Zustand des Volkes.
Diese Art des Bienen Anschauens ist dem modernen Imker verloren gegangen. Er hat heute zwar die Möglichkeit jede Wabe zu entnehmen und anzuschauen, hat dabei „viele Informationen in der Hand“, doch er hat er verlernt darin zu lesen, das Verhalten des Volkes zu deuten. Der Vortrag „Spuren lesen im Bienenvolk“ wird hier Abhilfe schaffen:
Kombiniert man das historische Wissen der Korbimkerei mit den modernen Beuten, so lässt sich eine enorme Einsparung an Arbeit und Zeit erreichen. Versteht man die indirekte „Körpersprache“ des Bienenvolkes, so weiß man, was den Tieren fehlt und kann Ihnen helfen anstatt sie zu bremsen.
„Was tun mit den Alten?“ – Spätsommerpflege und Reduktion von Wirtschaftsvölkern
Kurz vor Trachtende entscheiden der Varroabefall und die damit verbundenen Begleiterscheinungen (SBV, DWV, CBV), ob ein Volk bis zum Ende der Honigproduktion geführt werden kann oder nicht. Ist das betreffende Volk weit über der Schadschwelle von 10 Milbenfall/Tag und hat Krabbler, Wespenbeflug und lückige Brut, dann muss man die Honigproduktion stoppen und das Volk retten. Für eine klassische Behandlung mit Ameisen-, Milch-, Oxalsäure oder auch Thymol bleibt keine Zeit mehr. Denn schlüpft der nächste Brutsatz verdoppelt sich die Milbenzahl. Das heißt raus mit den Brutwaben und die erwachsenen Bienen des Stocks entmilben.
Hierbei bietet sich die Möglichkeit den Altbestand zu reduzieren.
